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Stefan Tuer

Aus der Fortsetzung von 'ChancenPool'

Blog über die Fortsetzung des Romans 'ChancenPool' von Stefan Tür.

www.die-erlebnisse-des-robert-wick.de

Der Roman 'ChancenPool' ist in zweiter überarbeiteter Auflage im März 2020 erschienen
und als e-Book sowie Taschenbuch über Amazon erhältlich.

Stefan Tür lebt und schreibt auf See.

Die Handlung dieses Romans ist frei erfunden. Sämtliche Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen oder Personen sind rein zufällig und nicht gewollt.

Aus der Feder Stefan Tür’s (17.02.17)

Roman Posted on Feb 17, 2017 17:07

„Sie können das Fenster schließen, wenn ihnen zu kalt wird.
Sie müssen es hochkurbeln. An der Seite neben ihnen, mit der Kurbel.“ Einen
Kippschalter oder dergleichen hätte Robert auch nicht gesucht. Nicht in diesem
uralten Fahrzeug. Einem Pritschenwagen, heruntergekommen wohl durch seine bedingungslosen
Einsätze, aber dennoch zuverlässig, wie sein Fahrer lobt. Der Mann hinter dem
Lenkrad, der so freundlich war, Robert, an der Straße vom Regional Airport bei Alamosa
in Richtung Hooper winkend, mitzunehmen. Kein Taxi, kein Mietwagen, und auch
abgeholt wollte er nicht werden. Diese dreißig Meilen jetzt, nach dem Flug von
Denver hierher, wollte er San Luis Valley nicht etwa wie ein Tourist erleben.
Schließlich hat er den Weg nicht gemacht, um Ufos zu erspähen, wie einzigartig in
der Welt sie hier den Gerüchten zu Folge ab und zu gesichtet werden. Nein, sein
Auftrag ist das Interview. Zu dem er gestern aus Hamburg gestartet war. So, wie
es Taylor von der Londoner Agentur eingefädelt hatte. „Bleiben Sie in Hooper
oder welcher ist Ihr Weg weiter, Mister?“ „Wick, Robert Wick. Zum Haus der
Andersons.“ Ohne den Gegenverkehr aus dem Blick zu verlieren, mustert der Alte
seinen Fahrgast, als würde er sich wundern, wer Fremdes dorthin will. „Canalla,
das ist mein Name. Einer unser Vorfahren war sogar Häuptling. Wir sind
Ute-Indianer. Was bringt Sie zu uns? Sind Sie einer der Verwandten, die nichts
erben sollen? Werden Sie von der Witwe erwartet? Ihre Jacke gefällt mir.“
Tatsächlich ähnelt das Schottenmuster von Robert’s liebstem Stück ein wenig
Indianergewändern; durch die bunten Farben. Würden ihm gut stehen. ,Ob ich den
Einheimischen ausfragen sollte?‘, ist seine kurze Überlegung. Doch verwirft er den
Gedanken ebenso schnell wie er kam und befindet: ,Ein ehrlicher Mensch. Den
will ich nicht verleiten.‘ Und als wenn dieser Robert’s Ansinnen gespürt hat,
wendet er ihm dankend sein lederbraun gegerbtes Gesicht für einen Augenblick
zu. „Es ist wegen eines Auftrages. Meine Arbeit ist Menschen zuzuhören, Fragen
zu stellen und mit ihnen zu sprechen. Deshalb bin ich hier. Ja, Mrs. Anderson
erwartet mich. Aber ich habe keine Eile. Bis zur Teezeit schaffe ich es
allemal.“ „Ein Abstecher macht mir nichts aus, ich kann Sie gern den Weg
hochfahren. Dann könnten Sie vor ihrem Tee noch einen Kaffee mit mir trinken
und erzählen woher Sie sind. Sie scheinen ein vielgereister Mann zu sein, das
macht neugierig. Ich kenne auf der Strecke einen Coffeeshop. Was sagen Sie?“
„Warum nicht!“ Hauptsache es wiederholt sich nichts wie vor drei Monaten mit
Judith, erinnert jetzige Situation an ein Erlebnis in „ChancenPool“ . – Nächsten
Freitag werden wir es erfahren, bis dahin, Euer Stefan.

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Aus der Feder Stefan Tür’s (10.02.17)

Roman Posted on Feb 10, 2017 18:26

Das
war verdammt knapp! Habe es gerade noch rechtzeitig vom Hospital zurück an Bord
geschafft; Knie verdreht. Und da meldete sich auch schon Robert aus der
Fortsetzung meines Romans ‘ChancenPool‘. – Ihm wurde soeben durch Taylor von der
Agentur in London der Termin für das Interview mit der Witwe in Hooper, Colorado
bestätigt. Der Frau, die noch zu Lebzeiten die Welt wissen lassen will, warum
sie ihr Vermögen stiften möchte, statt es Familienmitglieder erben zu lassen. Sind
ihre Stunden doch gezählt; was allein schon ausreicht, die Geschichte auf den
Titelseiten aller Illustrierten dieser Welt anzukündigen. ,Mal was anderes‘,
denkt sich Robert und empfindet wohltuende Entspannung beim Gedanken an den bevorstehenden
Job. Nicht wieder Stress, wie letztens in Korea. Wo zwar, dank der Vermittlung seines
Internatsfreundes Lee, noch vor Weihnachten das Treffen zwischen Amerikas neuem
Präsidenten und Kim, bei jenem zu Hause, für Ende Januar zu verabreden war; er aber
dann schließlich nur das Baseballidol Andy, als Vertreter des Landes der
unbegrenzten Möglichkeiten, im Gepäck hatte. So läuft es halt manchmal. – Töchterchen
Silke konnte es kaum erwarten, nach den Feiertagen in Hamburg zurück nach Marokko
zu reisen, was die Großeltern traurig stimmte. Denn ob sie die Einladung
annehmen würden, Silke bei ihren Ausgrabungsarbeiten des Schatzes zu besuchen, blieb
offen. – Robert’s Freund Ighor folgte einem Ruf an die Mailänder Universität.
Hatte man doch dort seinen wissenschaftlichen Vorträgen über eine Revolution in
der Solartechnik am ehesten Aufmerksamkeit gewidmet. So werden sich beide wohl
noch seltener im Fitnesscenter treffen. Selbst wenn Ighor in Robert’s große
Wohnung an der Alster eingezogen wäre, hätte es jetzt auch nichts gebracht. –
,Vielleicht kann ich auf dem Weg nach Denver oder danach einen Abstecher in
Texas machen‘, geht es Robert durch den Kopf. Er hatte der armen Frau, des bei
Laborarbeiten in einer Fabrik tödlich verunglückten Mexikaners, zwar nicht unbedingt
versprochen die Missstände der dortigen Sicherheitsmaßnahmen an die große
Glocke zu hängen, aber ihre ersehnte Hoffnung darauf verspürt. Fadil, seinerzeit
schon mit einem Bein in Ankara, konnte sich der Sache nicht mehr annehmen und
bisher war nichts darüber in der Presse zu hören. – „Wick! Sind Sie es?“ Fragt die
Robert bestens bekannte Stimme, nachdem er den Anruf auf seinem Handy
angenommen hat. „Na klar, wer sonst Mr. Taylor? Warum fragen Sie mich das jedes
Mal?“ Statt diese Frage seinem neuen Ressortchef zu stellen, würde er ihn
lieber zum Teufel wünschen, so unbeliebt hat sich das Schoßkind des Hauptaktionärs
der Agentur in seiner Abteilung gemacht. „Aus Sicherheitsgründen, das müsste ihnen doch bekannt sein,
Herr Wick! – Ihr Flug nach Denver ist gebucht, die Maschine startet in drei
Stunden, das ist zu schaffen, wenn Sie sich beeilen. Weitere Instruktionen erhalten
Sie nach ihrer Landung!“ – Bis dahin, am nächsten Freitag, Euer Stefan.

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Aus der Feder Stefan Tür’s (03.02.17)

Roman Posted on Feb 03, 2017 18:33

Endlich bin ich wieder frei im Kopf! “ChancenPool” ist veröffentlicht! – Wurde auch höchste Zeit für mich. Der Stau war kaum noch zu ertragen. Meine Phantasie verträgt keine Aufenthalte. Ich muss ihr folgen. Wohin sie verlangt. Es aufzuschreiben ist die Befreiung davon. Von diesem Trieb selbst überrascht, macht mich Zeile für Zeile neugieriger, wie es weitergeht. Nächsten Freitag werden wir es wissen. Bis dahin, Euer Stefan



Erscheinungstermin “ChancenPool”

Roman Posted on Jan 12, 2017 15:54

“ChancenPool”, der neue Roman von Stefan Tür, erscheint im Februar 2017
im Verlag Tredition, Hamburg.
Vorbestellungen auf der Website des Autors.



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